Wissenswertes
Anatomie des Halses

Über den Rachen transportieren wir Luft, Nahrung und Flüssigkeit. Dieser etwa 13 Zentimeter lange, muskulöse Schlauch führt vom hinteren Teil des Mundes und der Nase über den Hals bis zum Kehlkopf und zur Luftröhre. Der Kehlkopf, dessen wichtigste Aufgabe die Stimmbildung ist, trennt die Atemwege von den Speisewegen ährend der obere Teil des Rachens eine feste Einheit mit den Knochen der Schädelbasis bildet, ist der untere Teil elastisch mit den Knorpeln des Kehlkopfes und der Luftröhre verbunden. Die Rachenwände - quergestreifte Muskulatur - sind von einer Schleimhaut bedeckt, die den Rachen ständig feucht hält. Man unterscheidet die Regionen Mundrachen, Nasenrachen und Halsrachen.

 

Hals

 

Der Mundrachen ist nicht nur Teil des Atemweges, sondern auch am Schlucken und an der Stimmbildung beteiligt.

Im Übergang von der Mundhöhle zum Mundrachen befinden sich auch die Gaumenmandeln, Abwehrorgane, deren Funktion in der Auseinandersetzung mit über Atemluft und Nahrung eingedrungene Krankheitserreger besteht. Der Nasenrachen mit der Rachenmandel, einem weiteren Abwehrorgan, das bei Kindern ausgesprochen groß werden und zu Atumgs- und Mittelohrbelüftungsstörungen führen kann, wird beim Schlucken durch das Gaumenzäpfchen (Kehldeckel) gegen den Mundrachen hin verschlossen, damit Speisen und Getränke nicht in die Nase gelangen können. Im Nasenrachen münden die Ohrtrompeten, die das Mittelohr mit dem Rachen verbinden.

Der Halsrachen dient in erster Linie der Schluckfunktion. Dabei wird die Bewegung und Koordination der Rachenmuskeln vom unteren Hirnstamm gesteuert.

Der Kehlkopf trennt die Atemwege von den Speisewegen.
Er setzt sich aus vier Knorpeln zusammen, die durch Muskeln und Bänder zusammengehalten werden. Der größte von ihnen ist der Adamsapfel, vorn am Hals deutlich ertastbar. An ihm - und an einem Paar kleinerer Knorpel - sind die Stimmbänder befestigt, die durch den Luftstrom beim Ausatmen in Schwingungen geraten und uns auf diese Weise die Stimmbildung ermöglichen.

Die etwa zwölf Zentimeter lange Luftröhre schließt an den Kehlkopf an und verzweigt sich in Höhe des vierten Brustwirbels zu den beiden Hauptbronchien.

Das elastische und muskulöse Gewebe der Röhre wird von 16-20 hufeisenförmigen Knorpelspangen gestützt und ist innen von einer Schleimhaut mit Flimmerhärchen überzogen. Sie transportieren Staubteilchen, die mit der Atemluft eindringen, zurück in den Halsrachen.
Beide Hauptbronchien zweigen wie die Äste eines Baumes von der Luftröhre ab. Sie verästeln sich weiter in Lappenbronchien, in Segmentbronchien und schließlich in kleinere Bronchiolen, die in den Luftsäckchen (Alveolen) münden.

 

Die Atemluft gelangt über die oberen Atemwege und die Luftröhre zu den Bronchien und weiter über die Bronchiolen bis in die Lungenbläschen. Hier findet der Gasaustausch mit dem umliegenden Kapillarnetz statt. Übrigens: Wenn wir Sport treiben, gelangen bis zu 30 Prozent mehr Sauerstoff in unser Gehirn - was auch eine Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit bedeutet.

Insgesamt bestimmen drei Teilprozesse den Vorgang, den wir Atmung nennen:
Die Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft in das Blut und die Abgabe von Kohlendioxid aus dem Blut an die Luft (äußere Atmung), der Transport der Gase im Blut zu den Geweben beziehungsweise zurück den Atmungsorganen, die Abgabe von Sauerstoff aus dem Blut an die Körperzellen und die Aufnahme von Kohlendioxid aus den Zellen in das Blut (innere Atmung).

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